Stacks Image 115189
Stacks Image 115191

So. 8. Oktober 2017
11 Uhr
Hubert-Burda-Saal
Jüdisches Zentrum München

Kinderfilme von Ladislaw Starewitch und Walt Disney mit Originalmusik von Paul Dessau

Orchester Jakobsplatz München
Daniel Grossmann, Dirigent

Karten
12,- | 5,- für Kinder bis 18 Jahre

OJM-Onlineverkauf
(ohne Vorverkaufsgebühren)

weitere Vorverkaufsstellen

Orchester Jakobsplatz München
(ohne Vorverkaufsgebühren)
Tel: 089 12 289 599
info(at)o-j-m.de

München Ticket
Tel.: 089 54 81 81 81
www.muenchenticket.de

Stacks Image 129438
Władysław Starewicz

Władysław Starewicz wurde 1882 in Moskau geboren und war ein russischer Puppentrickfilmer polnischer Abstammung, der zu den Pionieren der Stop-Motion-Technik gehört und häufig präparierte Insekten und Tierfiguren als Protagonisten seiner Filme einsetzte. Er begann seine Arbeit in Russland und setzte sie nach der Oktoberrevolution in Frankreich fort.

Starewicz arbeitete im Katasteramt in Kaunas und betätigte sich in seiner Freizeit als Theaterschauspieler und Fotograf. Durch Kontakte zum Völker- und Naturkundemuseum der Stadt drehte er 1909 seinen ersten Film, einen von vier Dokumentarfilmen für das Museum. Aus seiner Arbeit für die insektenkundliche Abteilung heraus entstand 1910 sein erster animierter Film in Stop-Motion-Technik Lucanus Cervus, der einen Kampf zwischen zwei Hirschkäfern porträtiert. Angeregt worden sein soll er hierzu durch Émile Cohls Les allumettes animées (1908).

In der Folge schrieb und inszenierte Starewicz eigene Drehbücher mit animierten Insekten, unter anderem Die Ameise und der Grashüpfer (1913). Den Insekten entfernte er zunächst die Gliedmaßen und fügte sie dann mit Wachs wieder an, um die zur Animation nötige Beweglichkeit herzustellen.

Stacks Image 129355
weitere Infos zum Konzert

Der jüdische Komponist Paul Dessau vertonte in den 1920er Jahren mehrere Stummfilme, die speziell für Kinder gedreht wurden, und arbeitete u.a. mit Walt Disney, dem späteren weltberühmten Cartoon-Magnaten, sowie mit Ladislas Starewitch, dem eigentlichen Erfinder des Animationsfilms.

Die Filme eint, dass „echte“ Mädchen als Hauptfiguren auftreten, doch in Ästhetik und Technik unterscheiden sie sich: Disney schuf mit der 57-teiligen Zeichentrickserie Alice in Cartoonland ein Objekt von Aberwitz und anarchischer Komik, Starewitch hingegen ist mit seinen belebten Puppen als Meister der zauberhaft-lyrisch umgesetzten Märchenthemen in die Filmgeschichte eingegangen.

Paul Dessaus Musik trägt schon in dieser frühen Schaffensphase eine eigene Handschrift. Sie illustriert nicht, sondern ergänzt und bereichert die bewegten Bilder um eine weitere sinnliche und inhaltliche Ebene.

Ein anspruchsvolles Vergnügen für die ganze Familie – empfohlen ab 5 Jahre!

Stacks Image 129440
Paul Dessau

Dessau wurde 1894 in eine Musikerfamilie hineingeboren. So waren sein Urgroßvater, Berend Moses Dessau (1791–1851), sowie sein Großvater, Moses Berend Dessau (1821–1881), bekannte Kantoren der deutsch-israelitischen Gemeinde in Hamburg.

18-jährig wurde Dessau für die Spielzeit 1912/1913 als Korrepetitor an das Hamburger Stadttheater verpflichtet, wo er nicht nur die wichtigsten Werke der Zeit einstudieren und die Arbeit der Dirigenten Felix Weingartner und Arthur Nikisch studieren durfte. Er traf mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Giacomo Puccini und Enrico Caruso zusammen und nahm auch bei Max Julius Loewengard erstmals Kompositionsunterricht.

Dessau hat sein filmmusikalisches Schaffen später als „eine eigentümliche, aber wichtige Schule“ eingeordnet. Ab 1928 arbeitete er als Geiger, Kapellmeister und Komponist am Berliner Erstaufführungskino „Alhambra“. Er schuf illustrative Begleit- wie eigenständige Originalmusik und vertonte Kurzstummfilme, darunter Walt Disneys Frühwerk Alice in Cartoonland. Gleichzeitig entwickelte er neuartige Kulturprogramme für das Filmtheater. So gewann er für die von ihm ins Leben gerufenen Mitternachtskonzerte bedeutende Künstler wie Paul Hindemith. Mit der Ablösung des Stummfilms durch den Tonfilm endete Dessaus Verpflichtung am Kino „Alhambra“.

Stacks Image 129456
weitere Infos zum Konzert

Der jüdische Komponist Paul Dessau vertonte in den 1920er Jahren mehrere Stummfilme, die speziell für Kinder gedreht wurden, und arbeitete u.a. mit Walt Disney, dem späteren weltberühmten Cartoon-Magnaten, sowie mit Ladislas Starewitch, dem eigentlichen Erfinder des Animationsfilms.

Die Filme eint, dass „echte“ Mädchen als Hauptfiguren auftreten, doch in Ästhetik und Technik unterscheiden sie sich: Disney schuf mit der 57-teiligen Zeichentrickserie Alice in Cartoonland ein Objekt von Aberwitz und anarchischer Komik, Starewitch hingegen ist mit seinen belebten Puppen als Meister der zauberhaft-lyrisch umgesetzten Märchenthemen in die Filmgeschichte eingegangen.

Paul Dessaus Musik trägt schon in dieser frühen Schaffensphase eine eigene Handschrift. Sie illustriert nicht, sondern ergänzt und bereichert die bewegten Bilder um eine weitere sinnliche und inhaltliche Ebene.

Ein anspruchsvolles Vergnügen für die ganze Familie – empfohlen ab 5 Jahre!

Stacks Image 129448
Władysław Starewicz

Władysław Starewicz wurde 1882 in Moskau geboren und war ein russischer Puppentrickfilmer polnischer Abstammung, der zu den Pionieren der Stop-Motion-Technik gehört und häufig präparierte Insekten und Tierfiguren als Protagonisten seiner Filme einsetzte. Er begann seine Arbeit in Russland und setzte sie nach der Oktoberrevolution in Frankreich fort.

Starewicz arbeitete im Katasteramt in Kaunas und betätigte sich in seiner Freizeit als Theaterschauspieler und Fotograf. Durch Kontakte zum Völker- und Naturkundemuseum der Stadt drehte er 1909 seinen ersten Film, einen von vier Dokumentarfilmen für das Museum. Aus seiner Arbeit für die insektenkundliche Abteilung heraus entstand 1910 sein erster animierter Film in Stop-Motion-Technik Lucanus Cervus, der einen Kampf zwischen zwei Hirschkäfern porträtiert. Angeregt worden sein soll er hierzu durch Émile Cohls Les allumettes animées (1908).

In der Folge schrieb und inszenierte Starewicz eigene Drehbücher mit animierten Insekten, unter anderem Die Ameise und der Grashüpfer (1913). Den Insekten entfernte er zunächst die Gliedmaßen und fügte sie dann mit Wachs wieder an, um die zur Animation nötige Beweglichkeit herzustellen.

Stacks Image 129459
Paul Dessau

Dessau wurde 1894 in eine Musikerfamilie hineingeboren. So waren sein Urgroßvater, Berend Moses Dessau (1791–1851), sowie sein Großvater, Moses Berend Dessau (1821–1881), bekannte Kantoren der deutsch-israelitischen Gemeinde in Hamburg.

18-jährig wurde Dessau für die Spielzeit 1912/1913 als Korrepetitor an das Hamburger Stadttheater verpflichtet, wo er nicht nur die wichtigsten Werke der Zeit einstudieren und die Arbeit der Dirigenten Felix Weingartner und Arthur Nikisch studieren durfte. Er traf mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Giacomo Puccini und Enrico Caruso zusammen und nahm auch bei Max Julius Loewengard erstmals Kompositionsunterricht.

Dessau hat sein filmmusikalisches Schaffen später als „eine eigentümliche, aber wichtige Schule“ eingeordnet. Ab 1928 arbeitete er als Geiger, Kapellmeister und Komponist am Berliner Erstaufführungskino „Alhambra“. Er schuf illustrative Begleit- wie eigenständige Originalmusik und vertonte Kurzstummfilme, darunter Walt Disneys Frühwerk Alice in Cartoonland. Gleichzeitig entwickelte er neuartige Kulturprogramme für das Filmtheater. So gewann er für die von ihm ins Leben gerufenen Mitternachtskonzerte bedeutende Künstler wie Paul Hindemith. Mit der Ablösung des Stummfilms durch den Tonfilm endete Dessaus Verpflichtung am Kino „Alhambra“.

Hauptsponsor:

Stacks Image 129267

gefördert von:

Stacks Image 129274

Hauptsponsor:

Stacks Image 129285

gefördert von:

Stacks Image 129296

Hauptsponsor:

Stacks Image 129302

gefördert von:

Stacks Image 129313

unsere App für iOS und Android

Stacks Image 129318
Stacks Image 129321